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Verzweiflung floßen aus meinen Augen über die geſchminkte Narrenlarve in den Kienrußbart!“
Litzach wiſchte ſich eine Zähre von der Wange, und fuhr gepreßten Herzens fort:„Ich machte den Luſtigmacher ſchlecht. Die Zuſchauer meinten, ich ſey ein betrübter, weinerlicher Narr; ſie warfen mich mit verdorbenen Aepfeln, und der Principal zog mir die Jacke aus, und ſchickte mich fort. Als ich heimkam, brachte mir die Wehmutter einen Buben entgegen, den ſie um Gotteswillen empfangen hatte, und ich brachte der Mutter meines Kindes ſechszehn Groſchen— und— den Abſchied.“
„Herr Gott!“ ſeufzte der Doktor. Litzach fuhr fort:„Ja, mein lieber, alter Freund: wer nur als Zuſchauer vor dem gemalten Vorhange der Comödie ſteht, weiß nicht, wie viel gebrochene Herzen unter dem Tand der Flimmer⸗Kleidung ſchlagen. Iſt es gerade nicht Kummer, der die Bruſt der Maskenſpieler zerreißt, ſo iſt es der giftige Neid, ſo iſt es die brütende Unzufriedenheit, die hinter dem bunten Spiele eine fröhliche Welt ſuchte, und nur kümmerliche Lappen und eine troſtloſe Zukunft fand. Der Leichtfinn nur, dem Alles gleichgültig geworden, mag ruhig in dieſem Getobe niedriger Leidenſchaften ſchlafen; auf dieſem wankenden Boden, den Prahlerei und Jammer beherrſchen. Was uns Geſchicklich⸗ keit erwirbt, raubt uns auf der andern Seite die Ungewiß⸗ heit unſerer Lage, und die Verachtung, die auf uns laſtet.— Ich überſpringe nun manches Jahr des Unheils, und bemerke
blos, daß ich, in der Zeit einen Theil jenes Leichtſinns mir
errang. Ich wurde ſtumpf, fühllos: ich lernte ſeltſame und tächetiche Grimaſſen machen und Capriolen ſchneiden, ob mir ſchon der Tod an der Kehle ſäße. Ich errang den Ruf
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