Teil eines Werkes 
3. Band, Der Jesuit : Charaktergemälde aus dem ersten Viertel des achtzehnten Jahrhunderts : 1. Band (1838)
Entstehung
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Sieh da, Monſieur Pahlens, rief n Offizier entgegen:Magnifiqueſter aller Thürmer! Woher, wohin, guter Freund? Iſt Ihnen der Stern unſerer Stadt, die wonnevollſte und freudenbringenſte der Grazien begegnet?

Ach, gnädiger Herr! verſetzte Pahlens mit ſchwärmeri⸗ ſchem Ausdruck:Des Lebens Licht hat mir gefunkelt auf meinem Seufzerpfad! Ich habe Sie geſehen⸗ in deren Aug Cupido mit geſpanntem Bogen ſitzt; das Götterkind. Zum Ritterhof begibt ſich die Schöne, wie ich höre. Wäre ich doch der Kaffee, den ſie ſchlürft, der Kuchen den ſie genießt. Gleich dem Zwieback, das ihre Hand zerbricht, zerbröſelt ſich mein Herz in eitler Sehnſucht!

Abgeſchmackter Gimpel! brummte der ſchwarze Fremde leiſe vor ſich hin, ſtand auf, und entfernte ſich, langſam, wie er gekommen.

Niemand, den Doctor ausgenommen, bemerkte ſeinen Abgang, denn der verliebte Thürmer ergoß ſich in blumen⸗ reichen und geſchraubten Redensarten, ſchnitt Jedem das Wort vom Munde, betäubte das Ohr eines Jeden⸗ Der Offizier unterbrach ihn endlich ziemlich brüsk, ſchnallte ſich den Degen um, ſetzte ſich den Hut martialiſch auf, fuhr in die Handſchuhe, und bereitete ſich, den Damen zum Ritter⸗ hofe zu folgen.

Geht Er mit, Senſal? fragte er barſch.

Ich habe auf der Niederlage zu thun. Auch beſitze ich fein Pferd, das mit Ihrem Polen gleichen Schritt halten könnte. S Mort de ma vie! ich beſinne mich ſo eben, daß wein armer Polak ſich den Fuß zertrat, und den Stall hüten