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Heimath, wo ſolcher Brauch üblich iſt. Hier küßt man den Frauen die Hand und den Jungfrauen die Fingerſpitze.“
Mit einiger Verlegenheit ſich entſchuldigend, aber mit vielem Anſtande, that nun James, was ihm geheißen war, und verſöhnte ſomit die Mutter; Juſtine jedoch nur halb, die in dem ungewohnten Weſen des neuen Lehrers etwas fand, das ihr mißſiel, von dem ſie ſich indeſſen keine klare Rechenſchaft geben konnte. Mit übel verhehltem Wider⸗ willen führte ſie den Jüngling an ihren Arbeitstiſch, zeigte ihm die Bücher, die bisher ihr Leidfaden geweſen waren, und berichtete von ihren bisherigen ſchwachen Fortſchritten. James meinte, nach flüchtiger Einſicht und flüchtigem Hö⸗ ren, die Jungfer ſey bei Weitem nicht ſo mehr im Wiſſen zurück: als ſie wohl meine; deſto mehr hingegen im guten Willen.— Juſtinens Geſicht verfinſterte ſich wieder merk⸗ lich, und ſchweigend ſetzte ſie ſich, als der Vater den Befehl wiederholt hatte, den Unterricht alſobald anzufangen. Auf die Stuhllehne ſeiner Frau gelehnt, folgte nun der Senator dem Beginnen des jungen Engländers, und ſah bald, daß derſelbe ſeiner Sache vollkommen gewiß ſey. Zugleich ge⸗ fiel ihm die zutrauliche, freundliche Weiſe, mit welcher er der ſtummen Schülerin die Vorzüge der Sprache ausein⸗ ander ſetzte; er hoffte von dieſer, aus dem Alltagsgeleiſe weichenden Art, den beſten Erfolg, und enzfernte ſich endlich unter aufmunterndem Lobe. Die Lehrſtunde ging fort unter der Aufſicht der Mutter, die aber bald, der Gewohnheit nachgehend, dem Schlummer in die Arme ſank.
Juſtine hatte, wenig auf die Reden ihres Lehrers hor⸗ chend, mit unverwandtem Auge die Mutter beobachtet, und wie es ſchien, den Moment der Sieſta erwartet, denn im


