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Morgen zum Sprachlehrer angeworben. Der Eintretende war ein erwünſchter Ableiter und Beſänftiger. Der Senator liebte es durchaus nicht, vor einem Andern, als den Haus⸗ genoſſen, ſeinen Jähzorn zu zeigen, und hielt plötzlich an ſich.„Sieh da, mein junger Freund;“ redete er den Jüng⸗ ling an,„Ihr kommt gerade recht. Wie es ſcheint, hat Euer Pflegvater eingewilligt?“
„Er erlaubte mir, in dem ungewohnten Dienſte mich zu verſuchen;“ antwortete James beſcheiden und ruhig. Die Senatorin hatte bei ſeinem Eintritt die begonnene Ohnmacht vergeſſen. Nicht minder neugierig und überraſcht ſah Ju⸗ ſtine nach dem jungen, fremden Manne, der in ſeiner ein⸗ fachen, faſt dürftigen Kleidung, furchtloſer vor ihrem Vater ſtand, als ſie es bisher an irgend einem Aermern und Jün⸗ gern wahrgenommen.
„Ein junger Engländer,“ ſagte Müſſinger, ihn den Frauen vorſtellend,„der Juſtinen in ſeiner Sprache unterrichten ſoll. Ich empfehle der Jungfer Fleiß, und dem Lehrer den beſten Eifer. Geht hin, junger Herr, und empfehlt Euch der Frau Senatorin und Eurer Schülerin. Dann mögt Ihr gleich den Unterricht beginnen, und zeigen, was Ihr wißt und könnt.“
James ging frei und ungezwungen auf die Mutter zu, faßte, indem er ſich verneigte, ihre beiden Hände, und ſchüt⸗ telte ſie, näherte ſich dann Juſtinen, that daſſelbe, und wollte ihr zierlich die Wange küſſen. Erröthend und heftig bog ſich das Mädchen zurück, und ſtieß ihn von ſich. Die Mut⸗ ter rümpfte die Naſe, der Vater lächelte.„Ei,“ ſprach er⸗ „junger Herr, wir ſind hier zu Lande nicht in Eurer


