Teil eines Werkes 
3. Band, Der Jesuit : Charaktergemälde aus dem ersten Viertel des achtzehnten Jahrhunderts : 1. Band (1838)
Entstehung
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hübſcher Hexenſtreich. Papa würde alsdann tief in den Geld⸗ kaſten greifen müſſen, um dem Schaden abzuhelfen.

Und wenn nun auch dieſe Geldkiſte leer geworden wäre? fragte Müſſinger weiter.

Narrethei! verſetzte die Frau?, ruhig eſſend:was ſollen dieſe Fragen?

Euch vorbereiten auf eine unangenehme Möglichkeit; brach Müffinger los:Es ſteht noch auf der Schwebe, ob wir reiche Leute bleiben, oder Bettler werden ſollen.

Iſt denn heute der erſte April, fragte die Frau, daß der Herr Senator uns mit ähnlichen Kindereien be⸗ helligt? Juſtine merkte aber, in des Vaters Augen ſe⸗ hend, den Ernſt, wie die Ungeduld, die in ihm arbeitete.

Er fuhr heftiger fort:Deine Frage iſt Kinderei, Ja⸗ kobine. Ein Kaufmann ſcherzt nicht dergeſtalt mit ſeiner Bilanz. Wahr iſt's. Mir droht Unglück. Eng mit mir ver⸗ bundene Häuſer ſind gebrochen, Kaper haben meine Schiffe genommen, der letzte Sturm, von dem die Berichte meldeten, hat Kauffahrer vernichtet, auf welche ich bedeutende Kapi⸗ talien à grosse Aventure herlieh. Der Ultimo bringt eine Fracht von ſchweren holländiſchen Wechſeln. Ich bin zu Grunde gerichtet, wenn es meinem Buchhalter nicht gelingt, meinen Hauptereditor in Amſterdam zu beſänftigen und zur Prolongation zu bewegen

Armer Vater! verſetzte Juſtine mitleidig. Die Mut⸗ ter zog jedoch die Stirne in Falten.Unbeſonnener Vater! predigte ſie:Räuber an Weib und Kind! Mußt Du Dein Hab und Gut auf die Spitze ſtellen, und an ein Paar elende Schiffe hängen? Pfui, Du biſt ein Verſchwender,

den man in's Irrenhaus ſtecken ſollte, wenn nur damit U 2