Teil eines Werkes 
3. Band, Der Jesuit : Charaktergemälde aus dem ersten Viertel des achtzehnten Jahrhunderts : 1. Band (1838)
Entstehung
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ermangeln, Dir Alles im Voraus zu entdecken. Ich bin zwar nur ein Weltkind, habe keine Anwartſchaſt auf das tauſend⸗ jährige Reich, aber im Herzen bin ich froh, wenn die Um⸗ ſtände mich zwingen, ein Haus zu verlaſſen, in dem mich nur der gute Lohn zurück hält. S iſt eine Galeere, dieß Comtoir;Bete und arbeite! ſagt die heilige Schrift, ſprach Berndt hierauf demüthig,ich weiß mich einer Zeit zu erinnern, in welcher Dir gar wohl in dieſer Schreibſtube war, und noch wohler an dem Tiſche des Prinzipals. Du hatteſt damals noch große Dinge im Kopfe, und ſcheuteſt Dich nicht, Deine ſündhaften Augen auf die Jungfer zu werfen. Aber ſeit ſie Dir den Spaß verdorben,..Pfui, Berndt, mich daran zu erinnern, entgegnete Nothhaft:die hochmüthige Perſon! wie ſie ſich ſpreizte in ihrem Stolz! Und mein Vater iſt doch eben ſo gut in ſeinem Städtchen ein Rathsherr, als der Ihrige hier! und mein Vater hat vielleicht mehr Geld, als ihr Vater beſaß, da er noch die Roſinen Pfundweis, und das Baumöl pr. Kännchen verkaufte. Ich hätte ſie geheirathet. Parbleu! Das hätte ich gethan;z aber ſie trug die Naſe verzweifelt hoch! Stand ich in der Lirche und ſtierte hinauf zum Betſtübchen, ſo zog ſie gewiß das Fenſter vor, oder verſteckte ſich hinters Geſangbuch. Zweimal paßte ich's ab, und präſentirte ihr, an Kirchen⸗ dieners Statt, den Predigttert und die Nummer des Lieds. Immer erhielt ich ein froſtiges:Inkommodir' Er ſich nicht, Mosje! zum Dank. So ſchlag der Donner hinein! Berndt hielt bei der Verwünſchung beide Ohren zu. Nothhaft fuhr indeſſen ſchadenfroh fort:Na, Gott geſegn' ihr die baldige Abkühlung! Hochmuth kommt vor dem Fall. Proſit, Juſtinchen. Die Puppe hat dem Papa und der III. 1. 2