Teil eines Werkes 
3. Band, Der Jesuit : Charaktergemälde aus dem ersten Viertel des achtzehnten Jahrhunderts : 1. Band (1838)
Entstehung
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ſeinem Nachbar zu: Der Perückennarr, der Buchhalter, mag aber ſchwatzen und difteln, wie er will. Unſere Eontanti ſtehen ſchlecht, abſcheulich ſchlecht. Ich habe ſchon neulich einmal einen Blick in des Herrn Correſpondenzlade gewor⸗ fen, die zufällig offen ſtand...... O pfui! Du neu⸗ gieriger Baaldiener! fiel Berndt ein. Nothhaft ſprach aber wie oben weiter:Du Hans! was kann ich denn für mein ſcharfes Auge? Genug; wir ſollen zahlen und zahlen, und wollen und wollen nicht; weil wir nicht können. Unſere Aktien in Indien ſtehen ſchlecht. Mit der vermaledeiten Bodmerei haben wir, wie es ſcheint, unſinnig viel Geld verſchleudert und verloren. Aſſekuranten unſerer eigenen Schiffe find bankerott geworden; viel Unglück auf einmal! und dann das Leben in dieſem Hauſe! ein wahres Heididel⸗ dum!Ja wohl, bekräftigte Berndt ſeufzend,ein heidniſches Scandalum. Herz, was begehrſt du? Keine Wirthſchaft, keine Gottesfurcht! Wir müſſen nach dem Ge müſe gleich vom Tiſche aufſtehen, und Braten, Gänſelebern und indianiſche Vogelneſter kommen hinterdrein. Alſo, lieber Freund und Kollege! wir beginnen zu wanken? Danke fur gegebenes Aviſo. Ich will gleich auf anderweitige Verſor⸗ gung denken.Unter der Hand, Beſter; ſetzte Nothhaft bei:nicht vor der Zeit gebrochen. Hübſch Alles abgewartet; für einen klugen Diener gibt's in Bankerottchen! gute Ernten. Der Einttitt des Unheils möge noch ferne bleiben, bis mir eine andere Schwelle geſegnet iſt! betete Berndt mit zerknirſchter Miene:das Schlampampen ohne Condition iſt mir und dem lieben Gott zuwider, und koſtet nur Geld, ſtatt einzubringen.Betbruder und Scharrer! ſchalt Noth⸗ haft.Jammre nicht. Der Geiſt Gottes wird ja nicht