Teil eines Werkes 
31. Band, Herbstviolen : Erzählungen und Novellen : 2. Band (1834)
Entstehung
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gefertigt, dachte ich in meinem Sinn, wie es vielleicht moͤglich werden duͤrfte, einen ſo recht ſchaffenen Mann, der mit vieler Tugend auch viele Geſchicklichkeit verbindet, in meinem Hanſe feſtzuhalten. Kurz geſprochen: nach langer Ue⸗ berlegung und Berathung mit meinem Gott und Schoͤpfer komme ich, den Herrn zu fragen: ob es Ihm ſo gar unpaſſend ſcheinen moͤge, einer Frau, die freilich um dreißig Jahre aͤlter iſt als Er, vor dem Altare als Ehegemahl die Hand zu geben? Der Herr iſt ſtark bleſſirt, und wird vielleicht nur mit großer Muͤhe die Strapazen des Kriegslebens ferner aushalten; der Herr iſt aber auch ohne Vermoͤgen, und es wäre mir ſchmerzlich, wenn der Herr, den ich ſo hoch eſtimire, einſtens von einer ſchmalen Penſion leben muͤßte, die kaum zu dem Nothwendig⸗ ſten hinreicht. Gott hat die Arbeit meines Mannes geſegnet, und mein Fleiß dieſen Se⸗ gen erhalten. Wenn ich ſierbe, bleibt dem Herrn all' mein Gut, und ich will fuͤr dieſen irdiſchen Mammon nichts, als ein wenig Freund⸗ ſchaft und Pflege in meiner letzten Krankheit, weil ich leider von meinen Verwandten nichts erwarten darf, als eine kalte Bedauerniß, und ein gleichguͤltiges Gebet an meinem Sterbebette, vielleicht ſogar ihr Fluch, da ich mich entſchloſ⸗