laſſen, als einem Spitale. Ich haͤtte naͤmlich einen Abſchen vor den Spitälern, wo ich erſt kuͤrzlich viel an Wundenſchmerz und Mangel er⸗ leiden mußte. Da kam ich aber ſchoͤn an bei der frommen Frau Chriſtiane. Sie ſagte mir: daß Spittel und geiſtliche Stiftungen fromme Monumente der Wohlthätigkeit ſeyen, die ſich gleich wie Staffeln in den Himmel hinein bau⸗ ten, um den Stifter bequem hinuͤber zu laſſen. Dabei lamentirte ſie noch einmal uͤber ihre Ver⸗ laſſenheit, und rechnete mir vor, daß ſie dieſes Haus und einen Eiſenhammer im Gebirge und ein vierzig bis fuͤnfzig Morgen Ackerlandes be⸗ ſitze, und daneben ein baar Vermoͤgen von zwoͤlf bis fuͤnfzehntauſend Gulden rheiniſch. Ich ſagte
ihr im Scherz: da ſie ſich ſo ungern hergaͤbe, ihren
Bruderkindern ihre Habe zu vermachen, ſo moͤchte ſie mich zum Erben einſetzen. Ich wuͤrde bald ein Invalide ſeyn, und einer Schenkung gar ſehr beduͤr⸗ fen. Die Wittib ſah eine Weile ernſthaft vor ſich hin, laͤchelte dann und verſetzte:„Das iſt ein recht militaͤriſcher Spaß. Indeſſen: kommt Zeit,


