— 251— den— daß ich aber ſelber nicht wenig Luſt truͤge, in das Kellerloch auf dem Schloſſe zu ſtei⸗ gen, und das verſprochene Geld zu holen, weil ich deſſen beduͤrfe. Da erſchrak Frau Chriſtiane ſehr, daß ſie im Geſichte weiß wurde, wie ihre Schuͤrze, und ſagte wie eine Mutter zu mir? „Treib' Er ja doch keinen Frevel, Herr Lieute⸗ nant! Will Er um ſchnoͤdes Hexengeld Seine Seele in die Schanze ſchlagen? Laß' Er das ſeyn; es wird ſchon Leute geben, die Ihm helfen, wenn Er in der Noth und Bedurfniß iſt.“ Da lachte ich und dachte an die Raffel, meine Schweſter, die mir nicht einen Heller geben wuͤrde, außer etwa auf einen Strick, daran ich mich aufhenkte. Ich verſicherte indeſſen der Wittfrau, daß ich nur plaiſantirt hätte, und hinkte fort, um fuͤr den kleinen Conrad eine ſchoͤne Knallbuͤchſe aus den Fliedern des Gartens zu ſchneiden. Wie ich aber nach langer Weile in mein Logis kam, ſo ſagte mir Philipp mit wichtiger und freundlicher Confidenz, daß Frau Chriſtiane ihn mit ſubtilen Fragen inquiriret, ob es mir nicht angenehm
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31. Band, Herbstviolen : Erzählungen und Novellen : 2. Band (1834)
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