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ber ab, obgleich mit aller Demuth des Buͤr⸗ gerlichen vor dem Edelmann; der alternde, vergeßliche Corneille bedauerte, daß ſo viel an⸗ muthige Schalkheit in einer Tragoͤdie keinen Platz finden koͤnne; der hochmuͤthige Le Bruͤn wuͤrdigte die Zuͤge der Pariſer Lais einer auf⸗ merkſamen Beachtung, Chapelle ſtuͤrzte auf ihre Geſundheit einen großen Becher Wein hinab; Lafontaine fragte ſie in gutmuͤthiger Zerſtreuung, wie lange ſie ſchon mit dem Marquis verheira⸗ thet geweſen, und ſogar der ſteife Herr von Scu⸗ dery bemerkte gegen einen Nachbar, daß die Ni⸗ non doch nicht ſo ganz uͤbel ſey. Lully verſprach der gefeierten Schoͤnheit fuͤr den folgenden Abend eine ausgeſuchte Serenade, und Peliſſon hielt in einer Ecke mit der ſproͤden Scarron und der gezierten Scudery einen Dreiſprach von der Un⸗ verſchaͤmtheit des Fraͤuleins von l'Enclos.
Der Scherz, womit die obige Verhandlung von allen Gäſten Scarron's behandelt worden war, machte es auch dem geſchmeidigen Villar⸗ ceaux leicht, ſeine Rolle paſſabel zu ſpielen. Er


