Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 5. Theil (1838)
Entstehung
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einhauen und ſie zerſtreuen. Einer der Retter beugt ſich in Adelens Kutſche, gewahrt eine jammernde Dame, und ruft voll Mitgefühl:Sie haben Ihren Kutſcher eingebüßt. Für den Augenblick iſt die Brücke frei. Erlauben Sie, daß ich die Zügel faſſe, und Sie durch den Paß leite, bis ich einen Soldaten gefunden, der Roß und Wagen weiter bringt..

Adelen's Herz erbebt gewaltig, als ſie die Stimme hört, und auch der Verwundete in ihren Armen hört ſie, und ſtammelt kraftlos und mit ſchmerzhafter Freude:Victorin! Das Blut des Jünglings erſtarrt. Die Stimme eines raſch daherkommenden Reiters bringt ihn zum Bewußtſeyn: Victorin! ſehe ich recht? Du biſt's? haſt Du keine Kunde von meiner Frau, von Deinem Vater? Ich ſuchte ſie zu Genappe, aber die Schenke iſt der Plünderung preis ge⸗ geben, und ich muß das Aergſte erwarten! Ein Schrei Adelen's feſſelt den todtgeglaubten Gatten an den Wagen, worinnen er die lebenswarme Gattin findet, und den ſterben⸗ den Freund!

Es war zu Charleroi. Kurze Raſt war den Flücht⸗ lingen vergönnt. Sie benützten ſie, um den letzten Seuf⸗ zer des edeln Sans⸗Regret zu empfangen. Das Leben des alten Mannes hatte ausgehalten bis zu dieſem Ruhe⸗ punkt. Auf einem reinen Strahle der Mittagsſonne, die ſich durch die Wolken ſtahl, entſchwebte ſein Geiſt nach dem ewigen Vaterlande. Klar wie nie war ſeine Stirne, be⸗

ſonnen ſein Kopf, gefaßt ſeine Seele.So habe ich doch wahr geſprochen! füſterte er, eine Minute vor dem