gerade an dieſem Paß hemmt ſich der unſinnige Zudrang. Die Brücke iſt mit umgeſtürztem Fuhrwerk barrikadirt, nur eine ſchmale Straße iſt offen gelaſſen. Die Wagen können nur einzeln hinüber, auf die Gefahr, die daneben laufenden Soldaten zu zerquetſchen. Sans⸗Regret muß mit aller Stärke ſeine Nachbarin feſthalten, damit ſie nicht dem Wagen entſpringe;— die Flucht ſtockt, und nahe iſt den Aufgehaltenen das Verderben. Das Angſtgeſchrei:„Der Feind, der Feind!“ wird hörbar, und es ißt kein blinder Lärm. Ein ſtarkes Detaſchement Braunſchweiger Huſaren hat ſich, verfolgend und vernichtend, in die Mitte der Flüch⸗ tigen geworfen. Sie jagen mit Ungeſtüm von der Anhöhe in das Städtchen, hauen nieder und zerſchmettern, was ſich ihnen in den Weg geſtellt. Die Finſterniß, und die Rache, die ſie den Manen ihres erlauchten Führers ge⸗ ſchworen, ſtehen mit ihrer Wuth im Bunde. Eine Gruppe dieſer Rächer dringt zu Adelen's Wagen, umzingelt ihn, ſchnaubt Mord⸗ und Beuteluſt. Ein Piſtolenſchuß wirft Giberne vom Kutſchenſitz; Sans⸗Regret, mit jugendlicher Heftigkeit, ergreift die Zügel und ſchießt einen Huſaren vom Pferd. Sein zweiter Schuß verwundet einen andern, und er ſchwingt den Säbel, um den Schädel eines Dritten zu zeichnen, als ein tödtliches Blei in ſeine edle Bruſt fährt, und ihn in die Arme Adelens zuruckſtürzt.
In dieſem Augenblicke,— zu ſpät— naht die Hülfe. Napoleon, deſſen Wagen eine Beute der Feinde geworden, flieht auf ſchäumendem Pferde vorüber, und ihm folgt eine auserleſene Schaar von Generalen und Offizieren, die, den Rückzug zu beſchützen, und die Kameraden vor dem An⸗ griffe der verwegenſten Verfolger zu retten, die Huſaren


