Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 5. Theil (1838)
Entstehung
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dieſem Wahnfinn Gewalt entgegen zu ſetzen. Doch verrann in eitlem Wortkampf die koſtbare Zeit; die tobende Flucht durch die Straße wurde immer wilder und grimmiger. Die Soldaten verlangten mit gräßlichem Geſchrei, daß man Lichter an die Fenſter bringe, daß man Erfriſchungen unter den Hausthüren bereit halte. Plünderung, Mord und Brand, das Gefolge regelloſer Heeresſlucht, ſchien ſich vorzubereiten. Die Nacht war da, kein Augenblick zu verlieren, wenn man noch über die Brücke kommen, noch ins Weite gelan⸗ gen wollte.

Da gebraucht Sans⸗Regret die Liſt der Verzweiflung. Der brave Giberne reißt die Kaleſche in den Hof, ſpannt daran die erſten beſten Pferde, die er unter der Hand findet, und Sans⸗Regret erklärt ſich bereit, die jammernde Gene⸗ ralin gerade nach dem Schlachtfelde zu führen. Er trägt die halb Ohnmächtige in den Wagen. Er benützt nur einen Augenblick, um ſich zu verſichern, daß ſeine Waffen in gutem Zuſtande ſind; Giberne peitſcht die Pferde, und ſtürzt ſich mit ihnen in den vorbeiſtroͤmenden Tumult. Die Wogen der Soldatenmenge ſtemmen ſich gegen den Wagen; Sans⸗ Regret ruft mit Löwenſtimme heraus:Platz Kameraden, Platz für einen verwundeten General! Die Soldaten, welche geſehen, wie Cambronne und Pelet gefochten, wie der heldenmüthige Ney noch zuletzt zu Fuße ſeine Kolonne angeführt, ehren die Tapferkeit ihrer Kommandirenden, und machen dem Wagen Platz.Wohin führen Sie mich? ſchreit Adele, als ſie bemerkt, daß der Wagen ſich wieder der Brücke nähert. Sans⸗Regret antwortet nicht, Giberne peitſcht kräftiger die Pferde, man iſt an der Brücke, aber

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