Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 5. Theil (1838)
Entstehung
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Muth, Madame. Sie hörten ſchon oft den Schlachten⸗ donner, und zitterten nicht.Ich hoffte nicht auf dieſes Treffen.Warum nicht? Das Wetter hat ſich etwas aufgeklärt. Es ſtand zu vermuthen, daß der Kaiſer ſeinen Vortheil benützen würde. Horch, wie lebhaft die Kanonen praſſeln! Der Boden muß beben, wo jene Batterieen Feuer ſpeien.Gott ſchütze meinen Gatten!Gott ſchütze meinen Sohn, und verderbe die Feinde. O, daß ich hier unthätig ſeyn muß! Hätte ich nur für dieſen Abend die Zauberkraft Merlins, und wäre im Stande, alle die blauen Pflaumen aufzufangen, die jetzo meinen Freund, meinen Sohn, und ſo viele Tapfere bedrohen.O mein lieber Herr Sans⸗Regret! wie wird das enden?Mit eiuem Wiederſehen zu Brüſſel; verlaſſen Sie ſich darauf.

Zwiſchen Hoffnung und Ahnung ſchwankend, eigner Zu⸗ verſicht mißtrauend, und Adele um ſo eifriger tröſtend, als der Troſtgründe immer weniger wurden, ſah der Invalide den entſcheidenden Abend von Waterloo herandämmern. Schon war das Schießen der ſtreitenden Linien näher und näher gekommen; ſchon hatte ſich Unruhe unter den Ein⸗ wohnern von Genappe und den daſelbſt befindlichen Franzo⸗ ſen verbreitet. Unzählige Verwundete ſuchten in dem Orte Pflege für ihre Verletzungen, Ruhe für ihr blutendes Haupt. Doch ſtrömte noch von ihren Lippen fanatiſche Begeiſterung für die Sache des Kaiſers, und ſie prieſen im Voraus den glücklichen Ausgang des Tages. Man hatte Geſchützdonner

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