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empfahl der Wirthin, für die Bequemlichkeit des müden alten Mannes zu wachen, und riegelte ſich in ihr Zimmer ein, während Sans⸗Regret in tiefen Schlaf ſank.
Die Müdigkeit gab dem Schlummer des Invaliden eine längere Dauer. Der Gott des Schlafes ſendete ihm jugend⸗ liche Erquickung. Heitere Träume ſchienen den Ruhenden zu beſchäftigen, denn er lächelte friedlich, und ſogar mit iener Schalkhaftigkeit, die in ſeine Mundwinkel trat, wenn volliges Wohlbehagen den Spiegel ſeines Gemüthes geebnet. — Aber vor ſeinem Bette ſtand die lebendige Beſtürzung in Adelen's Geſtalt. Schon einigemal hatte die Generalin ihr Zimmer verlaſſen, um den Alten zu wecken. Der ſanfte Schlaf deſſelben hatte ſie daran gehindert. Sie beklagte es, dieſe ſanfte Ruhe ſtören zu müſſen, und dennoch konnte ſie nicht anders, als ſie zum drittenmale vor dem Bette des Greiſen erſchien. Sans⸗Regret, von ihrer Hand berührt, gerufen von der wohlbekannten Stimme, fuhr ſchnell auf, und ſtand in wenigen Sekunden aufrecht und voll Beſinnung vor Dammartins Gattin. Während er ſich enſchuldigte, ſo lange geſchlafen zu haben, ſo fragten doch ſeine verwunder⸗ ten Blicke nach der Urſache von Adelens Unruhe. Das zit⸗ ternde Weib führte ihn in ihre Stube, an das offene Fenſter, und ſagte:„Horchen Sie, Herr Sans⸗Regret. Hören Sie nicht?“—„Ei warum denn nicht? Lebhafte Kanonade auf der Straße gegen Brüſſel zu.⸗—„Was bedeutet das, mein Freund?“—„Meiner Seel, Madame, nichts mehr und nichts weniger als eine Bataille.“—„Allmächtiger Gott!“


