Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 5. Theil (1838)
Entstehung
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obgleich er bis an den Hals im Moraſte ſteckt, und den Feind haben die Nicderlagen von geſtern und heute verzagt gemacht⸗ wie gewöhnlich. Ach, Madame, wie mir das Herz aufging⸗ als ich wieder das Waffengeräuſch um mich hörte, und die Feuer des Bivouaks ſah! Ich atter Kerl wäre gleich mit Freuden unter den Kameraden geblieben, hätte mich nicht eine heiligere Pflicht gerufen. Der Eifer, der Mutb, die fröhliche Unbeſonnenheit unſerer Landsleute find auf ihrem höchſten Gipfel, und ich ſchäme mich in die Seele hinein, daß ich müßiger Träumer mir jemals vorſpiegeln konnte⸗ Frankreichs Ruhm werde untergehen. Gewiß erglänzt er auf dieſen Feldern aufs Neue; gewiß ſiegen die Adler des Kaiſers mit gewohntem Glück! Und wenn denn doch die Freiheit uns nicht beſchieden iſt, wenn wir doch nur zwiſchen einer ruhmloſen Sklaverei und einer Knechtſchaft voll von Ruhm zu wählen haben, ſo ſind die Ketten mit Ehre vorzuziehen unehrlichen Feſſeln. Nun aber, Madame, erlauben Sie, daß auch ich den Geſetzen der Natur Folge leiſte. Ich bin am ganzen Körper wie gerädert, und bedarf einiger Minuten Schlaf. Die freundliche Wirthin räumt Ihnen eine Stube ein, die im obern Stockwerke liegt, und eben von einem Garde⸗Magaſin verlaſſen wurde. Folgen Sie mir dahin; Sie ſind dort vor aller Unannehmlichkeit ſicher, und in dem Kämmerchen davor mag der alte Sans⸗ Regret, indem er Sie bewacht, wie einſt Ruſtan den Kaiſer, ſeine müden Glieder ausſtrecken.

Adele überhäufte den ehrlichen Greis, den ſie wie einen Beſchützer und Vater lieben lernte, mit den herzlichſten Dankſagungen, und führte ihn ſogleich die Treppe hinauf,