Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 5. Theil (1838)
Entstehung
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wußten. Wenn die Franzoſen ſich mit dergkeichen Tiraden abfinden laſſen mir recht. Es liegt wahrſcheinlich nicht an dem Kaiſer, daß er uns nicht ſchon kängſt den Appetit an ſolchen Redensarten verdorben hat. Geben Sie Acht: die neue Dynaſtie wird zu allen Kunſtſtückchen und Theater⸗ lappen des Kaiſerreichs greifen, wir werden Proklamationen erleben, im Style Napoleons, Thronreden, wie er ſie hielt, patriotiſche Declamativnen, wie er ſie liebte, und täglich etwas Weniges von Heinrich W., der unſtreitig der einzige Bourbon war, von dem ſich viel Gutes ſagen läßt, und deſſen Eoſtüm ſogar der Kaiſer nachäffte, wenn ihn die Luſt anwandelte, die ſchweren Reitſtiefel wegzuwerfen und ein bischen Komödie zu ſpielen. Aber zwiſchen allen dieſen ſelt⸗ ſamen Verſchmelzungen des ehemaligen Kaiſerreichs und des neuen Königthums wird nach und nach das ſchwerfällige, grämliche Geſpenſt der Königsherrſchaft, die in der Gruft von St. Denis begraben liegt, an das Tageslicht ſteigen, und Ruthen, Beil und Ketten über Frankreich ſchütteln. Freilich iſt erſt dann zu erwarten, ob die Franzofen die altfränkiſche Maske zu beklatſchen, oder auszupfeifen geru⸗

hen werden. Doch ich verſpüre, daß ich ärgerlich zu

werden beginne. Darum geſchwind zu einer neuen Parthie. Hier ſteht die doppelte Sechs, ſo ungeſchickt und plump, wie ein Wappen von dreißig Feldern. Setzen Sie an, lie⸗ ber Oberſt, und beherzigen Sie den Rath, den ich Ihnen gebe: wenn Sie nicht Ihr altes Wappen und Ihren alten Namen bei dem jetzigen Herrſcher in die Wage legen, ſo ſteht es mit Ihrer Zukunft ſchlecht, da Sie es doch verſchmähen, meinc weitere Hülfe anzunehmen, um ein