Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 5. Theil (1838)
Entstehung
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Gewerbe zu begründen, wobei Sie unabhängig von dem König leben würden!

Der Beſuch eines Fremden ſtörte das Geſpräch. Ein Herr von ziemlich ſtattlichem Anſehen, einiger Corpulenz, feiner Kleidung und vornehmem Weſen, erſchien unter der Familie. Seine Züge verriethen einen Vierziger, ſein Ge⸗ ſicht war mit Burgunderknoſpen beſäet und in dem Knopf⸗ loch trug er das Band des Ludwigordens. Nach einer all⸗ gemeinen Verbeugung näherte ſich der Fremde dem Herrn vom Hauſe, betrachtete ihn einige Augenblicke, und rief alsdann mit einer Bewegung, die nicht ganz frei von Affec⸗ tation war:Wahrhaftig! Sie ſind es, Herr Vicomte. Mochten die Jahre uns beide noch ſo ſehr verändern, die Stimme meines Herzens iſt ſtärker, als meine Vergeß⸗ lichkeit.

Unmittelbar nach dieſer Rede lag der Beſucher an dem Halſe des Oberſten, der ſich ſeiner kaum zu erwehren ver⸗ mochte, und mit etwas abſtoßendem Erſtaunen entgegen⸗ fragte:Mit wem habe ich die Ehre, wenn it fragen darf?

Der Fremde brach in ein Gelächter aus, rieb ſich die Hände, ſtemmte die Arme in die Seite, wiegte ſich, wie ein junger Menſch, auf ſeinen Hüften, und entgegnete: Nun bei Gott, das iſt ſeltſam. Wir haben uns gegen⸗ ſeitig das Leben gerettet, und Sie wollen mich nicht ken⸗ nen? Bin ich ſo alt, ſo häßlich geworden? Entſinnen Sie ſich vielleicht auch des Namens Chabran nicht mehr?

Chabran? Marquis von Chabran? riefen Dammartin. und Adele voll Staunen, und näherten ſich dem Herrn um

einige Schritte. Dieſer fuhr fort:Endlich, endlich! das *