Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 4. Theil (1838)
Entstehung
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ſo ſtürmiſch verlangt. Ich fürchtete doppelten Todesſchmerz, wenn Ew. Majeſtät dennoch auf Ihrem Willen beharren woll⸗ ten⸗ ihn mit ſich zu führen. Der junge Starrkopfwird übrigens, wie ich fürchte, nicht meinen Bitten, ſondern nur Ihrem Befehle, der ihn zurückbleiben heißt, weichen. Geben Sie ihm dieſen Befehl, Sire, und ich will Sie ewig ſegnen, daß Sie die ungeheuerſte Angſt von einem Vaterherzen genommen.

Der Kaiſer, ohne ſich lange zu befinnen, rief durch einen Zug der Glocke ſeinen Diener herbei. Während er dieſem den Befehl gab, unverzüglich den Lieutenant Dieudonné, der ſich im Dienſt befand, zur Stelle zu ſchaffen, trocknete der Invalide mit ſeinem bunten Schnupftuche den Schweiß von der Stirne und die Thränen aus den ſchwachgeworde⸗ nen halberloſchenen Augen. Der Kaiſer ſagte ihm mit zar⸗ ter Freundlichkeit:Deine Sache wird gleich abgethan ſeyn; mache Dir's bequemer, lege die ſchwere Mütze von Dir. Laß uns noch eine Minute plaudern. Zerſtreuung thut mir wohl in meiner Lage und in dieſem alten Schloſſe, wo ſo viele der unfreundlichſten Erinnerungen leben. Du ſprachſt von Montmartre. Du warſt dabei. Du ſahſt den Sturm mit an?

Das will ich meinen, Sirez verſetzte der Invalide mit auflodernder Lebhaftigkeit.Ich ſah ſie heranklimmen unter Hurrahgeſchrei, und beſtändigem Feuern von unſerer Seite, die Soldaten Blüchers, die in ihrer Uebermacht leichtes Spiel hatten. Von einem Kolbenſtoß getroffen, ſtürzte ich unter die Räder einer Kanone, und machte, da ich alle meine Glieder gelähmt fühlte, den Todten. Indeſſen wurde auf der Lavette deſſelben Geſchützes ein treuer Freund, der nicht von mir laſſen wollte, in allem Ernſte getödtet. Sein Blut

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