Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 4. Theil (1838)
Entstehung
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der Natur. Unter Ihren treuen Offizieren befindet ſich ein junger Mann, mein Sohn, der entſchloſſen iſt, und, wie ich höre, auch erwählt, Ew. Majeſtät nach Elba zu folgen. Wie glänzend auch dieſe Auszeichnung ſeyn möge, und wie gerecht der Eifer, womit der junge Menſch an ihnen hängt, ſo ſteht doch hier vor Ihnen ein bekümmerter Vater, der Sie inſtändigſt anfleht, ſein ſchwaches verglimmendes Alter zu betrachten, und den Sohn nicht von ihm zu reißen. Schon mußte ich ſeit vielen Jahren meines Victorins Anblick und Zärtlichkeit entbehren; eine fortgeſetzte und erneuerte Tren⸗ nung würde mir das Leben rauben, welches auf dem Mont⸗ martre nur ein Wunder mir erhielt. Erhören Sie die Bitte eines alten Soldaten, nehmen Sie meinen Sohn nicht von mir.

Der Kaiſer ſchwieg eine Weile erſchüttert; dann verſetzte er:Viele tauſend Mütter, mein Alter, haben denſelben Schmerz empfunden, den meine Befehle ihnen verurſachten; dazumal mußte ich unerbittlich ſeyn, weil Frankreichs und Europa's Wohl die ſchwerſten Opfer zu erheiſchen ſchienen. Jetzt iſt dieſes nicht mehr der Fall. Meine redlichen Freunde ſind zwar gezählt, und es muß mir empfindlich ſeyn, nur einen einzigen detſelben zu miſſen. Dennoch verlange ich nicht, das Herz eines alten Vaters zu zerreißen. Ich weiß ietzt, was es heißt, ein geliebtes Kind zu entbehren. Ich will Deinen Sohn nicht zwingen, mir zu folgen. Warum kam er aber nicht ſelbſt, mir zu ſagen, was er auf dem Herzen hat? Traut er mir zu, daß ich den Bitten eines Vaters entgegen ſeyn würde, die ihm Gehorſam befehlen?

Ich habe ihn noch nicht geſprochen, Sire; ich überwand mich, denjenigen nicht zu ſehen, nach welchem meine Seele