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meine liebſten Plane hingeben, und für meinen Sohn und ſomit für Frantreich und Sie alle, meine Herren, ſorgen.“
„Unterſchreibe!“ forderte Ney mit dem alten Trotz, wäh⸗ rend Caulincourt dem Kaiſer ein Papier vorlegte; und Napoleon— unterzeichnete.
Die Marſchälle verließen ihn hierauf, und er blieb in ſchwere Träume verſunken. Der dienſthabende Kammerdiener trat zu wiederholtenmalen ein, ohne von dem Kaiſer bemerit zu werden. Seine ſchüchternen Worte verhallten, wie nicht geſprochen, vor dem Ohre des Monarchen. Endlich faßte ſich der Diener ein Herz, und weckte den Gebieter aus ſeinem Hinbrüten, mit lauter Stimme:„Der Oberſt Dammartin, von Ew. Majeſtät zu dieſer Stunde beſchieden, wartet auf geneigtes Gehör.“
Der Kaiſer richtete ſich in die Höhe, rieb ſich heftig die Stirne, und befahl dann den Angemeldeten hereinzulaſſen.— Seiner frühern Gewohnheit zuwider ging er dem Oberſt nicht entgegen, ſondern blieb als wie erſchlafft im Lehnſtuhle ſitzen. Dammartin näherte ſich ihm, verbeugte ſich tief, und begann mit den Worten:„Sire, ich weiß nicht, ob Sie ſich meiner erinnern.....5
„Vollkommen, Oberſt. Wir haben uns lange nicht ge⸗ ſehen. Sie haben ſich ſehr alt gemacht.“
„Ihr Dienſt, Sire, und fünf Jahre zu Vincennes
„Ich weiß. Sie ſind kein Glückskind. Ihre Schuld in⸗ deſſen. Sie haben gegen mich komplottirt. Schon um des Beiſpiels willen durfte ich es nicht dulden.“
„Wäre ich ſtrafbar geweſen, ich hätte ſür einen Augen⸗ blick der Verblendung hinreichend gebüßt. Euer Majeſtät
beſtellten mir indeſſen leinen Richter⸗ 13


