„Aus Freundſchaft für Sie. Sie wären verurtheilt wor⸗ den. Ich liebte Sie noch. Ich hoffte auf die Zukunft. Nun freilich hat alles für mich ein Ende. Was wünſchen Sie?“
„Zuerſt bringe ich Ihnen meinen Dank, Sire, für meine endliche Freilaſſung. Ferner erſuche ich Sie, mir den Eid zurück zu geben, den ich Ihnen als Soldat geleiſtet. Die proviſoriſche Regierung hat mir Dienſte angetragen; ich mochte dieſelben nicht annehmen, ſo lange ich nicht von meinem Kriegsherrn entlaſſen.“
„Dieſe Entlaſſung hatten Sie bereits, ehe Sie in mein Zimmer traten. Ich habe die Regierung aufgegeben. Man fagt, Frankreich werde dadurch glücklich werden. Meinet⸗ halben denn. Der König von Rom wird regieren, und ich will meinen Kohl pflanzen. Ich werde nach gerade zu alt für den Krieg. Die Strapazen beginnen mich anzugreifen. Als Rathgeber bin ich vielleicht noch länger tauglich. In wenig Tagen wird Alles in Ordnung ſeyn. Ich werde Sie der Regentin empfehlen, und meinem Sohne auftragen, für Ihr Alter zu ſorgen. Ich habe Sie vielleicht hin und wie⸗ der vernachläſſigt. Es war meine Laune. Ich wollte ſehen, wie weit Sie es pringen würden, ſelbſt ohne meine Gunſt. Ich bereue es noch nicht. Ich machte wenigſtens in Ihnen keinen Undankbaren. Sie deſertirten nicht von mir, wie Murat, Marmont, Talleyrand, und leider ſo viele andere. Sie kündigen mir den Dienſt auf, wie ſich's gebührt. Das iſt loyal. Mein Sohn wird Alles gut machen.“
„Der Himmel erhalte Ihren erlauchten Sohn, Sire, und kröne ſeinen Scheitel mit Glück. Doch iſt nicht zu Lerhehlen, daß eine mächtige Partei, begünſtigt von den
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