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wäre, ihr Schickſal zu theilen. Und Farl endlich, der ge⸗ liebteſte meiner Brüder! wie könnt' ich jemals das Lvos vergeſſen, welches ihm fiel? ich ſtand auf dem Ufer, wo er gefangen wurde, Preis gegeben von den ſchändlichen Emi⸗ granten, die ihn als ein Opfer zurück ließen, um ihr feiges Leben zu retten; ich habe das Fort Penthievre beſucht, welches er mit Heldenmuth vertheidigt; ich habe dann den Ort ge⸗ ſehen, wo er unter den Kugeln der Republikaner blutete. Was iſt geeigneter, meinen Zorn, meine Qual zu nähren, als jene Erinnerung? o mein Freund, mir ſind die Schup⸗ pen von den Augen gefallen, ich habe meine Liebe für das Königthum theuer bezahlt, und ſehne mich nur nach dem Augenblicke, wo Frankreichs Siegerfahnen auf dem feind⸗ lichen Geſtade wehen, und der falſche Auswurf franzöſiſchen Adels, wie die Machthaber Englands, denen mein Bruder ſein frühes Ende verdankt, die gerechte Strafe finden werden.“
Victor bezeigte Emilien ſeine Verwunderung, daß ſie von ihrer frühern Ueberzeugung ſo völlig zurück gekommen⸗ während er faſt bereit ſey, einen Theil der ſeinigen unter den Umſtänden, wie ſie ſich jetzt geſtaltet hatten, hinzugeben. Er ſchloß mit den Worten:„Unſere Meinungen haben uns einſt getrennt, Emilie. Durfte ich ahnen, daß wir uns je darinnen nähern könnten? ach, jene Stunde, in der Sie mich verwarfen, weil ich die Farben der Nation trug, war eine der bitterſten meines Lebens, und nur der pfeilſchnelle Drang der Begebenheiten gehörte dazu, um mir darüber hinauszuhelfen. Sie haßten mich.“
Emilie verneinte ſchwermüthig, und verſetzte:„Nein⸗ Herr von Dammartin, mir wird es nicht ſo leicht, mit meinen Gefühlen zu wechſeln, ſogar wenn meine Ueberzeugung


