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fröhlich ſchwimmend in der heitern Luft über den glänzenden Bajonetten. Weit ringsum klang es durch die Ebenen wie ein großer Prunkmarſch, aufgeführt von zahlloſen Muſik⸗ banden, denn von allen Seiten zogen die Krieger herbei, ſich auf der Heerſchau zu ſtellen. Aus den entfernteſten La⸗ gern, aus denen von Montreuil, Vimereur und Ambleteuſe, marſchirten die Truppen in feſttäglichem Glanze heran. Auf dem Platze, wo ein Jahr zuvor der Thron errichtet gewe⸗ ſen, von dem Napoleon die Zeichen der Ehre vertheilt hatte, ſchaarten ſich die Heeresmaſſen in lang gedehnte Glieder zuſammen. Vor ihnen lag das Meer, welches den Erbfeind von Frankreich trennt; die Soldaten konnten die Geſtade Englands am Horizont erkennen: das Ziel, wie ſie hofften, ihres nächſten Zuges. Freude und Kampfesluſt, geſteigert durch zweijähriges Harren auf dieſen Dünen, ſtrahlten aus jedem Auge, und, verſchloß gleich der Dienſt den Mund des Soldaten, ſo führten doch ſeine Züge nur um ſo beredtere Sprache, als der Kaiſer in vollem Galopp, von ſeinem glän⸗ zenden und überaus zahlreichen Generalſtab umgeben, auf die Ebene ſprengte, alle Trommeln ſchlugen, alle Trompeter blieſen, und ein lauter Vivatruf aus der Menge von Zu⸗ ſchauern aufſtieg, die das impoſante Schauſpiel aus der Stadt hiehergelockt. Die ſtolzen Adler, noch auf die Lor⸗ beeren wartend, von welchen ſie bekrönt werden ſollten, neig⸗ ten ſich vor dem Helden, die Wimpel und Flaggen der Flo⸗ tille im Hafen flogen luſtig empor, und im Nu war Stille uber das weite Gefild verbreitet, und unbeweglich ſtanden die Fronten. Das Geſicht des Kaiſers hatte all' die Heiter⸗ keit angenommen, die ſich in glücklichen Augenblicken darauſ ausprägte. Mit einem, man möchte ſagen, freudetrunkenen


