Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 4. Theil (1838)
Entstehung
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und eſſen Kommisbrod, und denken, Sie an die geſchiedene Frau, ich an meine todte, und erziehen meinen Jungen zu einem wackern Soldaten. Doch hören Sie die Trommel, Herr Oberſt? ich muß zur Kompagnie. Auf baldiges Wie⸗ derſehen, denn, ſobald ich die Nummer Ihres Regiments weiß, ſo melde ich mich, um dahin verſetzt zu werden, und das muß geſchehen, trotz Tod und Deufel!

Der Sergeant ſprang mit jugendlicher Schnelligkeit da⸗ hin, wo die Pflicht ihn rief, und leß den Oberſt voll Ver⸗ wunderung über des Freundes edelmüthiges Betragen ſeinen Weg weiter fortſetzen. Der Grenadier ſchob ſeine Bären⸗ mütze etwas tiefer in die Stirne, klopfte die Spuren der letzten Priſe von Bandelier und Handſchuhen, erfaßte mit dem rechten Arm zierlich die Flinte, und eilte in Reih und Glied zu treten, als ihn der Hauptmann zu ſich winkte. Einige Schritte von der Kompagnie abſeits flüſterte ihm der Kapitän vertraulich zu:Heute, Sergeant, iſt die Gelegen⸗ heit, Euer Glück zu machen. Ihr ſeyd einer der älteſten Unteroffiziere der Garde, bekannt durch Euere Unerſchrocken⸗ heit im Gefecht und dem Kaiſer beſonders empfohlen durch den Patrivotismus, der Euch aus dem Invalidenhauſe wieder in die Reihen der Krieger führte, die Euch wie einen Vater verehren. Aber der Kaiſer hat der Geſchäfte zu viele, als daß ihm die Namen derjenigen, die ſich um den Staat ver⸗ dient gemacht, ſtets gegenwärtig bleiben ſollten. So ſeyd Ihr, Sergeant, bei der Austheilung der Ehrenkreuze über⸗ gangen worden. Es ſteht einem Soldaten wohl an, ſeine Beſchwerden in ähulichen Dingen unmittelbar vor die rechte Behörde zu bringen. Die heutige Revüe giebt Euch Anlaß. Dieſe Heerſchau dürfte die letzte vor der Einſchiffung nach