Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 4. Theil (1838)
Entstehung
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Hauptmanns mit andern Unteroffizieren im Geſpräch ſtand, eilte auf Dammartin zu. Der Oberſt zog ihn bei Seite⸗ und ſagte ihm freundlich:Knüpfe dieſe Binde von meinem Arme, guter Freund. Ich habe aufgehört, der Rennbote des Kaiſers zu ſeyn. Zugleich aber bin ich Oberſt und ein Bettler geworden. Ja, jaz ſieh mich nur immer an, mit Deinen ſtaunenden Augen. Alles iſt verloren, was mir Glück und Gnade beſcherte. In meinem fünfunddreißigſten Jahre ſtehe ich auf demſelben Punkte, von dem ich mit acht⸗ zehn Jahren ausging. Des Lebens Güter ſind mir treulos geworden, und mir bleibt nichts, als ein trauerndes Weib⸗ das in ſeiner Melancholie ſich von mir trennen will, eines Unheils wegen, welches von ihr ſelbſt verſchuldet: dann noch die Hoffnung, auf irgend einem fernen Kampfgefild den Tod zu finden.

Sans⸗Regret ſah ihn recht mitleidig an, ſtellte ſich dann in ehrfurchtsvoller Poſitur vor ihn hin, und verſetzte:Sie ſind zu ſtreng gegen das Schickſal, Herr Oberſt. Bleibt Ihnen denn nicht in mir noch ein Freund? Ha, ich bin ſtolz genug, zu glauben, daß ein Vogel wie ich, eine große Sel⸗ tenheit iſt. Je älter ich werde, je mehr ſehe ich ein, daß wir beide nur allein die Freundſchaft ſo recht begriffen ha⸗ ben. Was kümmert Sie daher der Prozeß, der Bankerot des Andrieux? Sie wollten mir nie glauben, daß der Menſch ein Spitzbube ſey, und dafür hat er Sie um alles gebracht. Das iſt in Ordnung. Aber es kümmert Sie nicht, denn mein Vermögen iſt das Ihrige. Ich bin ohne⸗ dies an die Feldkoſt gewöhnt, und weiß nicht was ich mi dem Gelde anfangen ſoll. Nehmen Sie's daher, und wenn wir nichts mehr haben, ſo ſetzen wir zuſammen

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