Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 4. Theil (1838)
Entstehung
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ſeiner Feinde, und ſprach bitter ſcherzend von den Oberſten⸗ epaulettes, die der Kaiſer gleichſam wie ein Pflaſter auf die ſchmerzliche Wunde des Abſchieds gelegt. Lannes erwie⸗ derte, unwillig den Kopf ſchüttelnd:Er hat Sie immer mißhandelt. Sie verdienten ſchon längſt Offizier der Ehren⸗ legion zu ſeyn. Wünſchen Sie ſich Glück, aus dieſem Hofdunſt zu entkommen, den er gefliſſentlich um ſich verbreitet. Ich will ſehen, daß Sie meiner Diviſion zugetheilt werden. Ueberlaſſen Sie dann mir die Sorge für das Weitere.

Empfangen Sie von mir gleiche Verſicherungen ſetzte Ney, der ſchöne Mann mit den muthigen Augen und dem röthlich glänzenden Haar, hinzu;wir wollen uns auf dem Schlachtfelde deſſer kennen lernen, als es in den Vor⸗ zimmern der Tuilerien möglich war.

Die Marſchälle umarmten den Oberſt, und gingen dann mit Davouſt und anderen Generalen zum Kaiſer. Victors Abſchied von ſeinen bisherigen Kollegen war weit minder herzlich und offen. Die wenigſten der Adjutanten hatten den ſtillen, ernſten und einſylbigen Kameraden geliebt; kei⸗ ner hatte zwar Urſache gehabt, ihn zu beneiden, weil er immer unbegünſtigt geblieben, aber, juſt weil ſeine Bruſt nicht mit dem Orden geſchmückt war, den ſie Alle trugen⸗ und weil ſein Rang der niederſte, ſahen ihn alle ohne Be⸗ vauern ſcheiden, und wendeten ſich dem an ſeiner Statt eintretenden jungen, lebensluſtigen Kameraden zu⸗

Victor ſchritt, ſeinen Gedanken überlaſſen, ohne Ziel im Lager fort, und kam an den Grenadier⸗Compagnien der kaiſerlichen Garde vorüber, und ſuchte unter ihnen den ein⸗ zigen Freund, dem er ſo ganz ohne Hehl ſein Herz öffnen durfte. Sans⸗Regret, der juſt vor der Barake ſeines