Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 4. Theil (1838)
Entstehung
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plötzlich mit rauhem Tone wieder zu Victor:Ich könnte Ihnen als Verräther den Prozeß machen laſſen. Dieſer Bericht meines Polizeiminiſteriums würde Ihnen das Todes⸗ urtheil ſprechen. In Ihrem Hauſe war ein Faden der Ver⸗ ſchwörung angeknüpft, an deren Spitze Cadondal ſtand. Sie beherbergten eine Agentin des Bourbons. Sie haben mich damals ſchändlich hintergangen. Sie haben auch noch neuerlichſt die übelſten Geſinnungen gegen mich geäußert, gegen Offiziere geäußert, die ſelbſt unter der Aufſicht der Polizei ſtehen. Es iſt Schade, daß dieſer Bericht mir nicht ein Jahr früher zugekommen iſt. Regnier war viel zu gut⸗ zu ſchwach, zu nachſichtig. Wenn ich auch glauben mag⸗ daß Sie nur unwiſſend und getäuſcht an der Conſpiration Antheil genommen, ſo machen Sie doch Ihre neueſten Aeuße⸗ rungen völlig ſtrafwürdig. Was kümmert Sie die Cata⸗ ſtrophe von Vincennes? Steht es Ihnen zu, den Klagbru⸗ der des meineidigen Prinzen zu machen? das geht mich an⸗ mein Herr. Frankreichs Schickſal beruht hierauf. Und end⸗ lich: Sie machten Geldgeſchäfte mit dem gewiſſenloſen Andrieur. Sie mögen erfahren, daß der Munitionnair we⸗ gen Veruntreuungen in Unterſuchung ſteht, und daß Ihre Kapitalien ohne Zweifel verloren ſind⸗ Billiger Lohn für ſolch verdeckten Wucher. Ich liebe die wucheriſchen Offiziere nicht, darum ſind Sie aus der Reihe meiner Adjutanten entlaſſen, Adieu.

So deutlich die Züge des Kaiſers auch den Befehl aus⸗ ſprachen, daß ſich Victor zu entfernen hätte, dennoch vermochte der Bataillonschef nicht, dem Gebot Folge zu lei⸗ ſten. Mit männlicher Rührung bekannte er den Febler⸗ worein ihn die Theilnahme an Gabrielens Schickſal verwickelt;