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nicht weniger geſtand er zu, daß er oft aus Mitleid für den unglücklichen Gefährten ſeiner Jugend die blutige That von Vincennes getadelt; aber beharrlich wieß er von ſich die wiſſentliche Mitſchuld an der royaliſtiſchen Verſchwörung, und an dem Wucher, den Andrieur vielleicht mit ſeinem Geld getrieben. Mit feſter Stimme ſchloß er:„Gott iſt mein Zeuge, daß ich erſt im letzten Augenblick von der Mar⸗ quiſe ſrafbaren Verbindungen erfuhr. Ich entfernte ſie ſchnell; welcher Franzoſe hätte das ſchwache Weib dem Hen⸗ ker überantwortet? ihre Flucht koſtete mich das Liebſte, was ich hatte: mein Kind. Glücklich wäre ich, könnte ich mit dem Verluſte meines Vermögens, welches ich zur Verzinſung ohne ſchmähliche Nebenabſicht in die Hände des Munition⸗ nairs legte, meine Tochter wieder erkaufen! Dies meine einfache Vertheidigung, Sire. Was den Prinzen von Enghien betrifft, ſo iſt dieſes einzig und allein meine Sache. Die Gedanken find frei, und die Worte eines Mannes ſoll⸗ ten es nicht minder ſeyn, wenn ſie nicht Aufruhr und den Umſturz der Ordnung predigen.“
Die Rede machte einigen Eindruck auf den Kaiſer, der ſich halb von Victor abwendete, und nachdenklich den Kopf ſinken ließ. Bald erhob er jedoch ſein Haupt, und erwie⸗ derte mit ſehr ernſter Stimme, aber weit ruhiger als zuvor: „Ich bin kein Tyrann: was ich thue, werde ich auch verant⸗ worten. Ich liebe die Grauſamkeit nicht, und übe gerne Nachſicht. Wir können ferner nicht zuſammen bleiben, mein Herr. Aber, da uns einſt der Zufall vereinigte,— Sie er⸗ innern ſich deſſen noch— und ich verſprochen habe, für Ihr Wohl beſorgt zu ſeyn, ſo will ich auch mein Wort halten. Sie ſind Oberſt. Es iſt ein leichtes Infanterie⸗Regiment


