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einjagte, ſich athemlos vom Pferde warf, und den Komman⸗ danten, der mit bekümmertem Geſicht ihm entgegentrat, nach dem General Savary befragte. Der Kommandant führte den Boten des Konſuls dorthin, wo der Thurm der Königin in den Schloßgraben vorſpringt, und wo auf der Bruſtwehr Savary, von ein Paar Offizieren und Gensd'armen umge⸗ ben, weilte. Es war ein trüber neblichter Morgen, und nur ſchwach zu erkennen waren die von Duft angefüllten Gräben, der Schein einer vor dem Tageslicht verlöſchenden Laternc, und der Schimmer blinkender Gewehre. Der Kom⸗ mandant rief Savarp; der Kourier übergab demſelben raſch einen Brief.— In dem Graben wurden juſt die Gewehre angeſchlagen.— Savarp öffnete zögernd das Schreiben, und als er es entfaltet, donnerte unten die Todesſalve los⸗ worauf Savary, die Achſel zuckend, zu dem Boten ſagte: „Es thut mir leid, mein lieber Dammartin. Sie kommen zu ſpät. So eben iſt geſchehen, was nicht mehr in meiner Macht zu verhüten ſtand. Steigen Sie in den Graben hinab, und überzeugen Sie ſich ſelbſt. Noch heute Vormit⸗ tag werde ich dem Konſul Rapport erſtatten.“
Victor, noch ohne zu wiſſen, was ſich hier begeben, ließ ſich wie ein Träumender die ſchmale Treppe hinunter führen, und kam dazu, als eben das Peloton von Gensd'armen, welches geſchoſſen, den getödteten Herzog vom Boden auf⸗ hob, um ihn, bekleidet wie er war, in die Grube zu legen. Ein heller Strahl des Tages zerriß den Morgennebel, und Victor erkannte mit ſträubendem Haar, das, wenn auch von Blut entſtellte, Geſicht ſeines Jugendgefährten, des einzigen Sohnes ſeines Wohlthäters. Mit einem Schrei,


