Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 3. Theil (1838)
Entstehung
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es der Herr Kommandant vielleicht nicht zuläſſig, daß wir unſern Schmaus halten? es wäre ungalant, uns den weiten Weg machen zu laſſen, um uns alsdann auszu⸗ ſperren, und dennoch möchte ich dieſes fürchten, theils wegen des ſcharfen Befragens der Wachen am Thore, theils wegen Eures traurigen Geſichts.

Unnütze Beſorgniß; äußerte André:Der Kommandant hat alles erlaubt, und die Erlaubniß nicht zurückgenommen. Nur ließ er mich vor einigen Minuten erſuchen, mein Drak⸗ tament ſo ruhig als möglich abzuhalten, welches wohl keinem Zweifel unterliegt, denn meine Wohnung hat die Ausſicht nach dem Dorfe, und der Geſellſchaft wird nicht allzuviel werden, indem gewiß in einer halben Stunde Niemand mehr hier eingelaſſen wird.

Was Leufels? fragten die Unteroffiziere einſtimmig: Keine Freikarte? Der Inſpektor zuckte die Achſeln, faltete ſein Geſicht ganz ernſthaft, zog ſeine Gäſte in einen Winkel und flüſterte:Hier wird ſich heute noch Manches begeben. Es iſt vor ganz Kurzem ein Wagen mit einem Staasge⸗ fangenen angekommen, mit dem es eine eigene Bewandtniß haben muß. Man beobachtet das größte Geheimniß über ihn, und er wurde zum Kommandanten hinauf gebracht. Zugleich aber iſt, wie ich aus guter Quelle erfahren habe, von unſerm Gouverneur Murat der Befehl eingetroffen, um zehn Uhr das Thor für Truppen zu öffnen, die zu einem gewiſſen Zweck hier einrücken ſollen, und nach ſechs Uht niemand mehr, welcher nicht in die Feſtung gehört, herein zu laſſen. Reime ſich das zuſammen wer kann, aber gewiß iſt, daß etwas Ungewöhnliches hier vorgehen wird.