Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 3. Theil (1838)
Entstehung
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Von einer leicht verzeihlichen Neugierde getrieben, näher⸗ ten ſich die Unteroffiziere der Kutſche, die nicht nur im Trab, ſondern im vollen Galopp anher ſauſ'te, umgeben von ſprengenden Gend'armen. Das Ausſehen des Fuhrwerks zengte von einer weiten Reiſe und die Eskorte von der Wichtigkeit der Perſon, die darin transportirt wurde. Die Hoffnung indeſſen, jene Perſon zu erblicken, war umſonſt. Die Berline war hermetiſch verſchloſſen und fuhr obendrein weder durch die Barriere nach Paris hinein, noch gegen die Barriere von St. Mandé zu, ſondern bog raſch in die Straße nach Lagny ein. Nach einigem Bedauern wegen Fehlſchlagung ſo gerechter Hoffnung trennten ſich die Unter⸗ offiziere von dem Feldſcheer, und ſetzten ihren Weg mit ver⸗ voppelten Schritten nach Vincennes fort, weil es bereits düſter zu werden und völlig zu regnen anfing, und die fünfte Stunde nahe war, wo das Gaſtmahl zu Ehren des alten André beginnen ſollte.

Die fünfzehn Minuten bis zu dem Schloſſe waren bald zurückgelegt. Der hohe alterthümliche Donjon von Vincennes ſtand in dunkler Maſſe vor ihnen, und bald ſchritten ſie über die Brücke, ſtanden im Hofe und klopften an die Thüre des Inſpektors. Der alte André kam ihnen freundlich ent⸗ gegen, aber auf ſeinem Geſichte lag eine gewiſſe Unruhe, eine gewiſſe Beſorgniß, welche ſehr mit der Freimüthigkeit kontraſtirte, die er ſonſt in ſeine Bewillkommnung zu legen pflegte. Sans⸗Regret gewahrte dieſe Veränderung am erſten und fragte:Was fehlt Euch, alter Freund? iſt das ein Geburtstagsgeſicht? oder iſt ein Hinderniß zwiſchen unſere Wünſche und ihre Erfüllung gefahren? oder findet