Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 3. Theil (1838)
Entstehung
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vierzig Mitſchuldigen an dem Complott ſitzen ſchon in der Haft, wie ihr wißt. Nun: ich wette darauf, daß man heute wieder einen großen Verbrecher erwiſcht hat. Es iſt Euch bekannt, daß ich von dem Kapitän Ragot wohl gelitten bin, und er mir dann und wann ſein Pferd vertraut, um mich und daſſelbe ſpazieren zu reiten. So auch heute; ich reite von der Gend'armeriekaſerne aus, gelange im kleinen Trott an die Barriere Pantin, und ſehe da um den Wachtpoſten eine ziemliche Menge von Menſchen verſammelt. Die Leute waren alle beſchäftigt, eine Kutſche anzuſtarren, die vor dem Zollhauſe hielt, von einigen Gend'armen umgeben⸗ und feſt zugemacht. Ich kenne einen der Commis von der Douane und laſſe mich mit ihm in ein Geſpräch ein, worin ich erfahre, daß dieſe Kutſche ſchon ſeit zehn Uhr Morgens alſo fünf volle Stunden, meine Herren denn wir hatten dazumal beinah drei Uhr an dem Thore halte, ohne daß man wiſſe, was damit vorzunehmen ſey. Ich verſuchte, mich auf eine glimfliche Weiſe dem Wagen zu nähern, trotzte den Abmahnungen der Gend'armerie, ſchaute in die Kutſche, als gerade ein darin ſitzender Offizier von der Marechauſſee den Kopf herausſtreckte, und erblickte einen jungen Mann im Fond, der nicht zum Beſten aufgelegt zu ſeyn ſchien, und ein langes blaſſes Geſicht präſentirte. Mehr zu bemerken war mir leider nicht vergönnt; ich ritt daher von Barriere zu Barriere in Gedanken weiter, und bin erſt in jenem Wirthshauſe abgeſtiegen, um mich und das Pferd zu reſtau⸗ riren, als ich die Ehre hatte, Sie zu ſehen, und doch ſchauen Sie dorthin: da kömmt der geheimnißvolle Wagen, und fährt im vollen Trab daher!