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wohl leiden können; ich hatte außerdem noch meine Gründe, mich fern von hier zu halten. Aber heute konnte ich doch nicht die Qual der Ungewißheit mehr ertragen, und bin ge⸗ kommen, um zu wiſſen, wie es eigentlich hier ſteht.“
„Ach, mein lieber Herr Sans⸗Regret!“ ſeufzte Babet wehmüthig:„was hab' ich alles erleben müſſen, und noch iſt keine Hoffnung vorhanden, daß das große Unglück, wel⸗ ches uns betraf, wieder gut gemacht werden könnte. Ach, wie ich an jenem Abend nach Hauſe kam, und das liebe, liebe Kind fort war, und ich mir ſagen mußte, daß alles durch meine Schuld ſo geſchehen,— ich meinte, ich müſſe mich gerade in die Seine ſtürzen. Es iſt kein Zweifel, daß die Frau von St. Alban die arme kleine Suzanne geſtohlen hat. Ich jammerte alſo und ſchrie und Lyuiſe ſchrie und weinte mit mir, bis der Herr heim kam, und die ganze Be⸗ ſcheerung erfuhr. Sehen Sie: der Herr Bataillonschef iſt ein Mann wie ein Lamm, aber demungeachtet wurde er da ſo wüthend, daß er nach ſeiner Piſtole griff, und mich ohn⸗ fehlbar erſchoſſen hätte, wenn nicht Madame dazu gekom⸗ men, und ihm in den Arm gefallen wäre. Da hatte es nun freilich mit dem Erſchießen ein Ende, aber der Jammer der guten Frau ging erſt los, da ſie erfuhr, warum der Herr Bataillonschef mich hatte umbringen wollen. Zuerſt fiel ſie nach aller Länge auf den Boden in eine tiefe Ohnmacht; dann erwachte ſie wie eine Verzweifelte, und ſchlug und wüthete dergeſtalt um ſich herum, daß man ihr die Hände feſt binden mußte. Sie ſtieß alle von ſich, die ſich ihr näher⸗ ten, und vor allen ihren Mann, den ſie anklagte, alle Schuld zu tragen. Dann brach ſie wieder in die herzzerreißendſten Klagen aus, und ſchrie mit gellender Stimme nach ihrem


