Ueuntes Rapitel.
Bincennes.
Beinahe vierzehn Tage waren verſtrichen. Es war ein trüber Märzmorgen. Babet trat ſo eben aus dem Gemach ihrer Gebieterin und ihr trauriges Antlitz erheiterte ſich, als ſie im Vorzimmer den Sergeanten Sans⸗Regret gewahrte, welcher ihr freundlich grüßend zunickte, und mit ſeinen kaum am Kamin aufgethauten Fingern die Doſe hinhielt, um eine Priſe zu nehmen. Babet verweigerte ſeufzend und ſagte: „Danke ſchönſtens, Herr Sans⸗Regret. Es kömmt mir ohnedieß das Waſſer in die Augen, ohne daß ich des Tabacks bedürfte. Ach, Herr Sergeant, wir haben ſeit zwei Wochen das Unmögliche durchgemacht. Seitdem wir nicht die Ehre hatten, Sie bei uns zu ſehen, iſt Madame Dammartin faſt täglich am Verſcheiden geweſen.“
Sans⸗Regret erwiederte mit bekümmerter Miene:„Ich dachte mir's wohl. Die Paar Worte, die mir der Herr Bataillonschef zu ſagen die Freundſchaft hatte, haben mich wie ein Blitz getroffen. Ich habe mich geſcheut, hieher zu kommen. Sie wiſſen, meine Gute, daß Madame mich nicht


