Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 3. Theil (1838)
Entstehung
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ſoll entrichten, was ich dem Doctor an Gelde ſchuldig bin: Das Uebrige die Sorgfalt, die Liebe läßt ſich nicht bezahlen. Dann aber, guter Victor, dann bleiben wir bei⸗ ſammen; das iſt mir aufgetragen von dem Schickſal.

Was könnte mir lieber ſeyn? entgegnete Victor:Du vergiſſeſt aber Deine Familie. Du haſt ja wieder eine Heimath, Sans⸗Regret. In den Armen der Deinigen iſt Deine Stelle, und ich hoffe, noch recht lange.

Der Invalide ſchüttelte den Kopf, und indem er ſich, wie verlegen, die Haare aus der Stirne ſtrich, ſagte er langſam: Nicht doch, Kapitän. Ich ſehe jetzt erſt die Epauletten auf Deiner Schulter, und wünſche Dir Glück zum Avance⸗ ment. Nicht doch alſo, Kapitän. Ich werde St. Colombe ſchwerlich je wieder ſehen. Sich: was ſollt' ich auch dort? ich bin geſtern erſt damit auf's Reine gekommen. Die Suzon hat gewiß meine Abweſenheit nicht überlebt. Sie hing ſo feſt an mir. Weißt Du noch, wie ich an jenem Abend mit der Frau wegging, die Du mir anvertrauteſt? Wir hatten einen ſchweren Weg zu machen. Da galt es alle Liſt und Verſchlagenheit, die ſich in meinem armen Kopf zuſammen⸗ finden ließ. Je nun, wir kamen durch, waren am dritten Tag zu Dinan, und ich wich nicht eher, als bis ich mit eigenen Augen die gute Frau in der Schaluppe abfahren ſah, die ſie nach dem engliſchen Schiffe brachte. Hierauf kam ich erſt zurück nach Hauſe, und fand meine Suzon im Bette. Schrecken und Ungewißheit hatten ſie krank gemacht⸗ und ſie ſagte mir: Dieudonné! wenn Du noch einmal von mir gehſt, ſo iſt es mein Tod. Ich verſprach ihr natür⸗ lich, nie mehr von ihr und dem Kinde zu weichen, und brach ſchon in der nächſten Stunde mein Wort. Wie konnt'