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den ſchrecklichſten; den, den er vor allen fürchtete. Mit einer Seelenangſt, als ob ihn ſelbſt das Beil bedrohe, harrte er der Unheil bringenden Stunde; da bemerkte er einen Kommiſſivnär, der juſt mit traurigem Geſichte aus dem Gefängniſſe trat, näherte ſich demſelben unvermerkt, und redete ihn plötzlich alſp an:„Guten Tag, Thomas. Wie geht Dir's? kennſt Du mich nicht mehr? Haſt manchen Sou von mir erhalten, als Du im Invaliden⸗Hotel den Auslaufer machteſt.“
„Alle Wetter! Bürger, freilich kenn' ich Dich. Du biſt der luſtige Sans⸗Regret; haſt Dich aber verteufelt ver⸗ ändert.“
„Ei, die Zeiten haben ſich auch geändert. Wo gehſt Du hin? beliebt Dir ein Gläschen zu trinken?“
„Behüte. Heut iſt ja allenthalben der Teufel in Paris los; wer wird da an's Zechen denken? Ich habe ein trau⸗ riges Geſchäft vor mir. Da ſoll ich einen Brief beſtellen, den ein Mann, welcher in einer halben Stunde guillotinirt werden ſoll, als Lebewohl an ſeine Frau ſchrieb. Mir blutet das Herz, denn ich war ſtets mitleidig, wie einer. Doch darf man ſich's heut zu Dage nicht merken laſſen.“
„Freilich nicht. Wenn es aber wahr iſt, was die Leute ſagen, nämlich, daß man den Robespierre feſt genommen, ſo ſollten ja doch die Hinrichtungen aufhören.“
„Bewahre. Man hört ja, daß Robespierre wieder frei iſt. Da bleibt alles beim Alten. Seht, dort kommen be⸗ reits die Karren und die Huiſſiers mit den Todesurtheilen, und die Gensd'armerie ſammt den Henkern.“
Sans⸗Regrets Zähne ſchlugen fürchterlich klappernd zu⸗ ſammen, und er raunte dem guten Thomas ſtammelnd in


