Weuntes Rapitel.
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Der Abend des neunten Thermidor.
Obſchon der Auflauf des Pöbels ſich durch alle Gaſſen verbreitet hatte, obſchon die Aufmerkſamkeit der ganzen ungeheuern Stadt auf den Streit hin gerichtet worden, der im Convent wüthete, ſo hatte ſich doch eine Menge Volks, wie gewöhnlich, vor den Pforten der Conciergerie einge⸗ funden, um die Abfahrt der zum Tode Verurtheilten mit anzuſehen. Dem Gitter gegenüber lehnte an einer Mauer, gleichſam in ſich ſelbſt verſunken und verloren, der unglück⸗ liche Sans⸗Regret, mit entſtellten Zügen, und couvulſiviſch erſchütterten Gliedern. Alle ſeine Bemühungen, in den Kerker u dringen, um ſeinen Freund vor der Todesſtunde noch zu ſehen, waren vergebens geweſen. Umſonſt hatte er ſeine Bitten verſchwendet, umſonſt Geld geboten. Man hatte eine Karte mit Fonquiers Unterſchrift von ihm ver⸗ langt, aber Fouquier ſaß ja bei Tiſche, und ließ dem Fle⸗ henden ſagen, er werde ſeinen Freund früh genug auf dem Karren zu ſehen bekommen. So war ihm denn nun nichts anderes übrig geblieben, als dieſen Augenblick zu erwarten:


