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die Augen dem Licht des Tages. Da ihr erſter Blick den rein⸗ und hellgewordenen Morgenhimmel in ſich ſaugte, lächelten die Züge des Erwachenden: er glaubte auf dem Wege zum Paradieſe zu ſeyn. Die Täuſchung dauerte nicht. Sein zweiter Blick auf die Umgebungen, die Leichen der Waffenbrüder, die im Kreiſe ſtehenden glotzenden Bauern, hätte faſt eine zweite Ohnmacht zur Folge gehabt. Unwillig ſchloß Victor die Augen, und öffnete ſie nur dann wie⸗ der, als Chabran's kecke Stimme zu ihm ſagte:„Guten Tag, mein Freund. Ihr waret im Begriff, in einen langen Schlaf zu verfallen.“— Victor erhob ſich etwas, von Blaiſe unterſtützt, und antwortete mit gepreßter Stimme:„Du haſt mir einen ſchlechten Dienſt erwieſen, daß Du mich weck⸗ teſt. Ich habe nicht Luſt, Dein Freund zu ſeyn.“ Chabran lachte etwas roh auf, verſetzend:„Alſv Feind, wie es Euch beliebt. Ihr ſeyd in meiner Gewalt; ich laſſe Euch noch eine Viertelſtunde zur Erholung und ihr werdet Euch ſodann gefallen laſſen, mit mir weiter zu marſchiren.“ „Warum läſſeſt Du mich nicht hier umbringen?“ fragte Vietor, mit ſchmerzhafter Geberde an die Stelle des Kopfs greifend, wo Picard's Kolben getroffen.„Warum endete vieſer Schlag nicht mein Leben auf eine ruhmwürdigere Art? Laß mich durch Deine Räuber niederſtoßen und ver⸗ ſchone einen Soldaten wenigſtens mit dem Henker.“ „Wie! der Schurke ſchilt uns Räuber?“ ſchrieen viele Bauern, und ladeten, in Wuth gerathen⸗ ihre Flinten, um den ohnmächtigen Feind, der ſie beſchimpfte, zu vernichten. Chabran hatte alle Mühe, noch einmal als Vermittler durch⸗ zudringen. Es gelang ihm indeſſen, als er mit der Grobheit eines Landjunkers den Bauern die Worte in den Bart warf:


