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Infanteriſten der Vendee blutige Bahn. Das Beiſpiel des Anführers, der ſich unerſchrocken vertheidigte, beſeelte die Fauſt der republikaniſchen Schaar, und als der Letzte von ihr unter dem Pikenſtoß eines Vendeers ſank, als der Anführer der Cavallerie dem Offizier zurief, ſich zu ergeben, antwortete dieſer durch einen wüthenden Hieb nach dem großmüthigen Feinde. Ein Schütze, hierüber erbittert, ſchlug den Lieutenant mit einem Kolbenſchlag neben ſeinen Ka⸗ nonen nieder.
Es gab nun keinen Feind mehr zu bekämpfen, als die gegen Nantes ziehende Colonne, welcher der große Haufe der Vendeer folgte, ſobald, gut oder übel, der Uebergang wieder hergeſtellt war. Die Mainzer hatten eine gute Stunde Vorſprung gewonnen. Im freien Felde folgten die königlichen Reiter, ihrer geringen Zahl mißtrauend, nur ſchüchtern dem gefürchteten Corps, das ſich mit Würde weiter bewegte. Derjenige Anführer, der Victor zugerufen, ſich gefangen zu geben, blieb auſ dem Platz des Gefechtes zurück, und ließ ſich von ſeinem Bedienten eine Armwunde verbinden, die er verwichene Nacht erhalten hatte. Während des Verbands knirſchte er mit den Zähnen vor Schmerz, und ſagte unmuthig:„Nicht wahr, Blaiſe, das heilige Feuer ſoll den Schurken verzehren, der mir die Piſtole ſo nah am Arm losbrannte? Der Schuß hätte meiner Seele durch den Knochen gehen können, wenn er nicht blos ge⸗ ſtreift hätte. Es iſt doch gut, daß es noch leidlich ablief; nicht wahr?“
„Gott ſey gedankt;“ verſetzte der Bediente, deſſen langes, ernſthaftes Geſicht, mit dem runden, leichtſinnigen ſeines Herrn gewaltig kontraſtirte:„Unſere liebe Frau in den


