Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 2. Theil (1838)
Entstehung
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Plänklers; er ſtürzte vom Sattel und wurde von dem Pferde zu dem Haufen der Seinigen zurück geſchleppt. Bald ſchlugen die Trommeln auf der ganzen feindlichen Linie. Deutlich wurde das FeldgeſchreiVive le roi! aus dem Munde der aufrühriſchen Bauern. Mehrere Rei⸗ ter erſchienen jenſeits der Brücke. Sie ſchoſſen herüber, und knatternd antwortete die Reihe der Poſten am Ufer. Der Trommelſchlag kam ſtürmiſch näher; noch barg der über der Erde ſchwimmende Duft die Feinde, als plötzlich ihr gut unterhaltenes Feuer, gewaltig losbrechend, den dünnen Schleier zerriß. Victor gab Befehl, den Angreifen⸗ den auf's Nachdrücklichſte zu antworten. Die Feuerſchlünde krachten und riſſen die naheſtehenden erſten Rotten der Vendeer nieder. Doch entwickelten ſich hinter den Fallenden neue Maſſen, und Blitz auf Blitz folgte, Gewitterſchlägen gleich, von beiden Seiten, bis eine Pulverwolke den ganzen Paß umhüllte, und das Geſchütz der Republikaner, aus Mangel an Schießbedarf, ſchweigen mußte. Ein großer Theil der ſechsten Kompagnie lag niedergeſchreckt am Boden. Zwiſchen erkalteten Leichnamen und ächzenden Verwundeten, ſelbſt die Stück richtend und losbrennend, war Victor unverſehrt geblieben. Doch ſtand der entſcheidende Augenblick nicht fern. Rechts und links ſetzten die vendeeiſchen Reiter über das Flüßchen, und zuſammen zogen ſich die Poſten der Republikaner, bis ſie um ihre Kanonen ſtanden, wie ein dichter Knäul. Alles Pulvers beraubt, verſuchten ſie mit dem Bajonett dem eindringenden Feinde Widerpart zu halten. Vergebenes Bemühen des kleinen Häufleins! Ringsum ſtürzten die Tapfern unter den Hieben royaliſtiſcher Reiter, und in ihre Lücken brachen ſich die herübergeſchwommenen