Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 2. Theil (1838)
Entstehung
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Sümpfen verdiente wohl dafür ein kleines es voto. Es wäre Ihnen übel gegangen, Herr Marquis, wenn nicht zum Glück die Ulme, welche neben der Kapelle des wunder⸗ thätigen Bildes ſteht, auch Ihres gnädigen Vaters Haus beſchattete. Die Ulme iſt ſchon ſeit vielen Jahrhunderten berühmt und verehrt, denn der heilige Cornili hat unter ihr geſeſſen, als ihn die Mohren oder die Hunnen, oder die Spanier was weiß ich verfolgten. Meine Mei⸗ nung wäre allemal, daß Sie wieder umdrehten, Herr Marquis. Das Bauernvolk bleibt ohnedieß nie lange bei⸗ ſammen; warum ſollen Sie ſich der Gefahr ausſetzen? was würde die Frau Marquiſe ſagen, wenn Sie todtgeſchoſſen nach Hauſe kämen? Sie haben ja Ihr Wort gelöst, und bringen überdieß einen ehrenvollen Denkzettel heim.

Der Herr ſchlug nachſinnend die Augen gen Himmel, klopfte behutſam auf die brennende Wunde, und ſagte:Hm⸗ wie wird mich meine gute Gabriele empfangen? Ich denke, vollkommen gut. Aber beim heiligen Georg; nein. Ich denke ſchlecht. Von den Bedingungen, die ſie mir ge⸗ macht, erfüllte ich ja nur eine. Erinnerſt Du Dich noch, Blaiſe?

Blaiſe verſetzte, an den Fingern herrechnend:;Als Sie zum letztenmale neben der ſchönen Frau Marquiſe in der Laube ſaßen, und ich ſchon das Pferd mit Sattel und Zaum und Gepäck herbei brachte, ſagte die Frau Marquiſe: Beſter Chabran, Sie werden nur dann mein Herz und meine Hand gewinnen, wenn Sie ernſtlich für Ihren König in die Schlacht ziehen, und mir daraus, wie ſonſt die Pa⸗ ladine thaten, eine Wunde zurückbringen, und einen gefan⸗ genen Ritter, deſſen Schickſal ſie in meine Hände legen.