Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 1. Theil (1838)
Entstehung
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ſprang mit lautem Jauchzen an die Bruſt ſeines jungen Freundes.Par notre Dame de la Garde! ſchrie er toll vor Freude:Sie ſind lebendig? So wollt' ich doch gerne um dieſen Preis die Hand verloren haben! Freuen Sie ſich! Lafahette ſtellt allenthalben die Ruhe wieder her. Seine Leute jagen mit Kolbenſtößen das Geſindel aus dem Schloſſe. Er ſelbſt hat mit beiſpielloſer Aufopferung mehrere Ihrer Kameraden gerettet, die auf dem Paradeplatz aufgehängt werden ſollten. Es lebe der amerikaniſche Held!

So eben trat Lafahette, erhitzt und bleich, mit mehreren Repräſentanten des Volls dem König entgegen, der, von ſeiner Familie umgeben, aus ſeinem Cabinet kam.Ihre Majeſtäten ſind gerettet; ſagte der Marquis mit republi⸗ kaniſcher Zuverſicht:Um jedoch das Volk ganz zu beruhigen, muß ſich ihm der König auf dem Balcon zeigen. Ein fürchterliches Gebrauſe wie von Meereswellen ſtieg vom Schloßplatze auf.Der König! wo iſt der König? Wir wollen den König ſehen! riefen viele tauſend Stimmen. Ludwig ſchritt gegen den Balcon zu. Angſtvoll hielt ihn die Königin zurück. Er machte ſich männlich von ihr los, und trat allein vor das Volk. Verwünſchungen und Vivat⸗ ruf donnerten in die Lüfte bei feinem Anblick. Er wollte ſprechen; man vernahm ihn nicht.Gnade, für meine Gardes du Corps! rief der Monarch mit Thränen in den Augen, als eine plötzliche Stille erfolgt war.Es ſey! Pardon für die Gardes du Corps! antwortete das leicht bewegte Geſindel, aber in demſelben Moment hoben die Cannibalen ihre blutigen Säbel und die Spieße in die Höhe, worauf die Köpfe der gemordeten Gardiſten ſteckten.