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Monarchie zerreißen und den kommenden Tag mit Blut beſpritzen ſollte.
Die Stimmung Victors und ſeines Wachtkameraden auf dem Abſatz der großen Treppe war ſehr düſter. Dam⸗ martin bebte noch vor Grimm über die erlittene Beleidi⸗ gung: Varicvurt dachte an ſeine Braut. Der arme Menſch ſollte in einigen Tagen mit königlichem Urlaub nach ſeiner Provinz reiſen, um ſich mit einem liebenswürdigen Mäd⸗ chen auf ewig zu verbinden, und als Major bei dem Re⸗ gimente Tvuraine-Infanterie einzutreten. Auf der Schwelle des Glücks ſtehend ſah er jetzt nur mit Beſorgniß die Vor⸗ boten einer drohenden Kataſtrophe, die ſich bereitete, mit eiſernem Fuß große und kleine Intereſſe zu zermalmen. Ungeduldig gingen die beiden Gardiſten aneinander lauf und nieder, Victor murmelte Verwünſchungen, Varicourt ſeufzte, und nahm, ein ächter Muscadin, häufig zu ſeinem Riechfläſchchen ſeine Zuflucht. Endlich ſtieß er das Gewehr auf, ſah nach den großen Fenſtern empor, und ſagte: „Dem Himmel ſey Dank, daß ſchon der Tag am Horizont bleicht. Wir ſind hier dem erſten Anlauf bloßgeſtellt, und ich erwartete von dieſer Nacht nichts Gutes. Doch wird's gnädig vorübergehen, glaub' ich jetzt.“
„Vielleicht;“ erwiederte Victor:„doch hätte ich mir aus dem Sterben nichts gemacht, ſeit der Marquis Dagueſſeau mir die Mißhandlung angethan, die ich ihm nie vergeſſen werde.“
„Pah! es wird Ihnen leicht ſeyn, ſich zu rechtfertigen. Es wird mich freuen, in der Provinz zu hören, daß Sie Ihre Verläumder zu Paaren getrieben haben. Ich und Deshuttes nehmen gewiß den redlichſten Antheil an Ihnen.


