Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 1. Theil (1838)
Entstehung
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meine Herren, daß ich den Vicomte nicht mehr auf die Liſte getragen haben würde, wenn der König es nicht aus⸗ vrücklich befohlen hätte. Seine Majeſtät hat ſelbſt alle Diejenigen ihrer Leibwache namentlich bezeichnet, welche die Ehre haben ſollen, Sie heute in Ihrem Palaſte zu bewachen. Alſo von der Sache des Vicomte nachher, meine Herren. Herr Kapitän, kommandiren Sie zum Abmarſch.

Es geſchah. Die Garden begaben ſich ſtill und in Ord⸗ nung nach dem Schloſſe. Sie trafen ihre Kameraden auf den Poſten. Deshuttes und Moreau erhielten den ihrigen in dem zweiten Schloßhofe. Der andere war von den fran⸗ zöſiſchen Garden beſetzt. Auf der großen Treppe wurde Victor und Varicvurt aufgeſtellt. Die Uebrigen des Kom⸗ mando's waren in den Gallerieen und Vorzimmern ver⸗ theilt, und ein kleines Reſervepiket hielt ſich in dem Saal der Garden. Die Nacht war ſtill; Alles in der Nähe ruhig. In den weiten Gängen des Schloſſes hörte man nichts als den Schritt der auf⸗ und niedergehenden Schildwachen. Nur aus der Ferne ſchallte der Geſang eines trunkenen Pöbels, der an einer Straßenecke ein Feuer angemacht, dabei einige am Abend erſchoſſene Pferde der Gardes du Corps gebraten hatte, und ſich damit gütlich that. Woher die Sorgloſigkeit der Schloßbewohner mitten in der dro⸗ hendſten Gefahr? Woher der leichtſinnige Schlummer auf einem convulſiviſch zuckenden Vulcan? Das Schickſal hatte ſeine Würfel geworfen. Der König, deſſen Krone ſchon in den Klauen ſeiner Feinde war, ſchlief ruhig, weil Lafayette geſagt hatte, daß er ſchlafen dürfe. Und auch Lafayette ſelbſt ſchlummerte; ſeine Vierzigtauſend ſchlummerten mit ihm, aber der fürchterliche Dämon wachte, der die