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Bänke der Deputirten boten große Lücken dar, die indeſſen von einer Art von Beiſitzern angefüllt waren, wie man ſie noch nicht in dieſem Saal geſehen hatte. Die erhitzten und betrunkenen Weiber hatten ſich unter die Stellvertreter der Nation gemiſcht. Man hörte aus ihrem Munde die abſcheu⸗ lichſten Ausdrücke, die ungeſittetſten Redensarten; viele der Abgeordneten hatten ſich mit Verachtung von ihnen gewen⸗ det; andere, wie Robespierre und ſeines Gleichen, hörten ihnen mit Freundlichkeit und Wohlwollen zu. Mirabeau hielt eine donnerde Rede, die er jedoch abkürzen mußte, um dem Pöbelgeſchrei Raum zu geben. Sogar neben dem Vicepräſidenten, dem Biſchof von Langres, hatten die Da⸗ men der Halle Platz genommen, und ſpotteten und höhnten den Prälaten aus, der Alles mit einer bewunderungswür⸗ digen Ruhe ertrug. Was wäre aber zu thun geweſen? Die Verſammlung war in der Gewalt der rebelliſchen Wei⸗ ber. Ihre Kanonen ſtanden vor dem Hauſe, ihre Mord⸗ gehülfen füllten die Gallerien. Das Volk ſchmauſ'te mit der ekelhafteſten Gefräßigkeit auf den Tiſchen der Verſamm⸗ lung. Tabaksqualm und Weindunſt verpeſteten den Saal. „Das iſt nur unſer Vesperbrod;“ ſchrieen ein Paar Fu⸗ rien:„Wir wollen mit der Königin zu Nacht ſpeiſen, ſie zwingen, ein Stück Schwarzbrod zu verſchlingen, ihr dann den Hals umdrehen, und ihr Herz zum Deſſert verzehren.“ Die Agenten der Faction Orleans ſteigerten noch durch ihrs brutalen Schimpfworte die Wuth der Rebellen, und die Verwirrung war allgemein, als Mounier mit ſeinen Be⸗ gleitern in den Saal trat.„Wenn der Präſident keine befriedigende Antwort bringt,“ ſchrieen die Ungeheuer,„ſo iſt nichts Anderes mit ihm zu thun, als ihn am Kronleuchter


