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Tone:„Glauben Sie ja nicht, Dammartin, daß ich Ihnen jemals die Artigkeit vergeſſe, womit Sie gerade mir meine Nebenbuhlerin aufgedrungen haben.“
Victor wollte ſchnell antworten, bezwang ſich jedoch; zuckte die Achſeln, und eilte endlich den Weg nach dem Schloſſe einzuſchlagen. Trotz dem Regen und dem Sturme, der um die Schornſteine von Verſailles wüthete; ſtand der Schloß⸗ platz voll von gaffenden und ſchreienden Menſchen. Um größeres Unheil zu verhüten, hatten viele Privatperſonen der Stadt ſo viel Brod zuſammengebracht, als man hatte auftreiben können, und der ermüdete Pöbel ſpeiſtte und trank, und war mitten im ſchlechten Wetter ziemlich guter Dinge. In einer Straße jedoch, die an den Platz ſtieß, war Lärm ausgebrochen. Victor's Weg führte dort vorbei. Er ge⸗ wahrte eine ältliche Frau, die zum Tod erſchöpft auf einer ſteinernen Bank lag, und um welche mehrere Pariſerinnen be⸗ ſchäftigt waren. Sie wollten ihr doch nicht beiſpringen in ihrem kläglichen Zuſtand, ſondern ſie der Effecten von Werth berau⸗ ben, die ſie auf ſich trug. Die arme Ohnmächtige wehrte ſich heulend gegen die rohen Fäuſte der Weiber, die ihr die koſt⸗ baren Gehänge mit Gewalt aus den Ohren reißen wollten. Mitten unter dem Haufen ſtand, für die Beraubte Partie nebmend, Sans⸗Regret, und ſein Mund warf die Fluth ſüdlicher Verwünſchungen geläufig um ſich her, und ſeine lebhafte Geberde ſchüchterte die Gegnerinnen ein. Aus einer Schenke ſtürzte jedoch ein Kerl mit einem Meſſer in der Fauſt daher, den eines der Weiber als ihren Galan zu Hülfe gerufen hatte.„Was will der Hund von Marſeille?“ knirſchte der Kerl im Dialecte der Normandie:„In der ganzen Provence gibt es nichts als Diebe und Galeerenſclaven.


