Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 1. Theil (1838)
Entstehung
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ſeiner Statt.Ja, meine Freunde, ſagte ſie mit edler Hingebung in Wort und Geberde:Wir theilen Euer Ver⸗ gnügen, wie ihr unſer Schickſal theilen werdet. Sebt hier Euern König, ſeht zugleich den Prinzen, der Euch künftig beherrſchen ſoll, und trotz ſeines zarten Alters ſchon von ſeinem Vater gelernt hat, wie man das ſchöne Frankreich im Herzen tragen muß. Unſer Vertrauen zu Euch gleicht Eurer Treue. Ihr werdet den Feinden des Throns kühn entgegenſtehen, und Euer Vereinigungszeichen ſey nicht die Livrée eines verrätheriſch geſinnten Hauſes, ſondern die Farbe der königlichen Fahnen Frankreichs, die jeden Gegner zum Weichen brachten!

Bei dieſen Worten, denen der ungetheilteſte, lauteſte Beifall entgegenrauſchte, hielt die Königin in ihrer erhabe⸗ nen Hand eine ſilberne funkelnde Cocarde in die Höhe. Mit einem Schrei kriegeriſcher Wuth hatten die Gardes du Corps nichts Eiligeres zu thun, als die Körbe der Hofdamen völlig zu plündern, die weißen Feldzeichen an Hut und Bruſt zu ſtecken, und tauſendfache Verwünſchungen gegen die von der Nativn gewählten Farben auszuſtoßen.Alles für Gott und den König! jubelte Artriaur, indem er ſeinen Hut ſchwang, den Säbel zog, und hoch in die Luft ſtreckte. Im Nu waren alle Säbel der Anweſenden entblößt, und blitzten im Scheine der Kronleuchter, während ein Geſang zur Ehre des Bourbonſchen Hauſes angeſtimmt wurde.Zu Boden mit der Nationalverſammlung! riefen dazwiſchen viele Stimmen. Die Offiziere des Regiments Flandern und die Nationalgarden wurden auf dieſen Ruf hin ſtiller.Laßt uns ſchwören, den König und ſein Haus niemals zu ver⸗ laſſen, es gehe wie es wolle! forderten wieder andere