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Die Umſtehenden lachten unbändig über den groben Witz⸗ und auch Victor verzog, um mit den Wölfen zu heulen, das Geſicht; da raunte ihm eine Stimme ins Ohr:„Sey doch ſo gut, und ſage den übermüthigen jungen Herren, daß das Volk von Paris weit geneigter iſt, ſie in Verſailles zu be⸗ ſuchen, als von ihnen einen Beſuch anzunehmen.“
Victor ſah ſich überraſcht um, und erkannte mit Erſtaunen ſeinen Freund Camille, der ſich in die Uniform eines Sol⸗ daten des Regiments Flandern geſteckt, und ſomit den Ein⸗ gang zum Feſte gewonnen hatte. Victor ſagte ihm erſchreckt und leiſe:„Unbeſonnener! was haſt Du gethan? es iſt Dein Tod, wenn man Dich erkennt.“
Camille lächelte ſorglos und verſetzte, ſich wegdrehend: „Ich muß doch meinen Landsleuten erzählen, wie es da zu⸗ geht. Ich bin ein gewiſſenhafter Zeitungsſchreiber, und will den Pariſern haarklein ſagen, was man hier von ihnen
ſpricht.“
Er verſchwand in der Menge, die ſich juſt, wie von einem Orcan getrieben, durcheinander wühlte. Es war ein allge⸗ meiner Aufſtand im Saal. Alle Zecher flogen von ihren Sitzen empor; durch dieſe gleichförmige und unerwartete Bewegung wurden Tafeln umgeworfen, Stühle und Schenk⸗ gefäße zu Boden geſchmettert. Die Augen ſtarrten nach der Thüre.„Der König! die königliche Familie!“ rief jeder Mund. Die Gardes du Corps wie die fremden Offiziere machten ſich gewaltſam Bahn durch die Maſſe der zuſchauen⸗ den Soldaten, um dem Monarchen entgegen zu eilen, und ihm ihre Ergebenheit zu bezeigen.
Ludwig XVI. war in der That, begleitet von der Köni⸗
gin, die den Dauphin an der Hand führte, unter die fröhliche


